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Wie die Reformation in das Harlingerland kam. Ein bunter historischer Bilderbogen.

Esens, den 29.09.2017

Es treten fünf Personen von damals auf und erzählen, wie die Reformation in das Harlingerland kam und was sich damals veränderte. Im Mittelpunkt steht das historische „Konkordienbuch“, damals von den Harlingerländer Geistlichen unterschrieben (das wertvolle Buch liegt sonst in der Landschaftsbibliothek Aurich). Dann erzählen Menschen von heute, was ev. Kirche für sie bedeutet. Dazu Musik, anschließend Zusammensein bei Getränk und Knabberzeug. Es war eine spannende Zeit, damals vor fast 500 Jahren, als die Reformation auch in das Harlingerland, den heutigen Landkreis Wittmund in Ostfriesland, kam. Herrscher war Junker Balthasar. Er war der evangelischen Bewegung zwar zugetan, wenn es die politischen Verhältnisse aber erforderten, dann verbündete er sich auch mit ihren Gegnern. Wer könnte davon besser erzählen, als Zeugen der damaligen Zeit, in der eine ganze Welt –und auch das Harlingerland- im Umbruch war. Und so treten sie denn in der Reformationsveranstaltung am 31. Oktober um 17 Uhr in der St.-Magnus-Kirche in Esens, in der Residenzstadt des damals noch selbständigen kleinen Territoriums, auf: die beiden entscheidenden Superintendenten damals, zwei Frauen, die die unterschiedlichsten Aspekte der neuen Lehre erleben und ein Händler, der aus dem benachbarten Ostfriesland berichtet. Das alles erzählen sie mit historisch korrektem Hintergrund, aber doch so, dass man spürt, wie tief das alles in ihr Leben damals eingriff. Wie jede Zeit, hatte die damals ihre tragischen und komischen Momente.

Endgültig durchgesetzt hatte sich die lutherische Lehre in den Ämtern Esens und Wittmund 1581, als die 21 Harlingerländer Pastoren ihre Unterschrift unter das Konkordienbuch, eine Zusammenfassung lutherischer Lehre, setzten. Aus der Ostfriesischen Landschaftsbibliothek in Aurich wird als Sachverständiger Hanke Immenga das wertvolle Buch mitbringen und vorstellen. Flächendecken wurde das Harlingerland damals lutherisch und blieb es bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Noch heute ist es die Region mit dem wohl höchsten prozentualen Anteil von Lutheranern an der Bevölkerung. In einem großen Sprung wird im zweiten Teil erzählt, wie die evangelische Kirche in Esens und Umzu heute aufgestellt ist. Superintendentin Angela Grimm wird berichten, die Esenser Bürgermeisterin Karin Emken etwas zur Zusammenarbeit von Kommune und Kirche sagen, Jugendliche, ein plattdeutscher Lektor und eine Katholikin kommen zu Wort. All das musikalisch umrahmt von Kirchenkreiskantor Gerhard Schühle.

 

Text und Foto: Anneus Buisman