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„Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt

15.01.2019

Esens sei eine sehr glückliche Stadt, erklärte Bürgermeisterin Karin Emken, verbunden mit einem großen Dank an die Feuerwehren, am Sonntag, den 13. Januar 2019, zu Beginn ihrer Neujahrsansprache in der fast voll besetzten Theodor-Thomas-Halle. „Das unverzichtbare Netz von Aktiven, die sich bei uns in den Dienst des Gemeinwohls stellen, ist außergewöhnlich und funktioniert ausgezeichnet.“ Von den großen Vereinigungen wie Feuerwehr, DRK, DLRG, Polizei, den Vereinen TuS, Heimatverein, Landfrauen, Angelvereinen, Seglern, Kurverein, KBVs und „natürlich unserer Schützenkompagnie“, bei den Geschäftstreibenden AEU, Bensersiel aktiv, IG Stein- und Butterstraße bis zu den sozialen, kulturellen, politischen, kirchlichen Einrichtungen, der Jugend- und Elternarbeit in Schulen und Kindertagesstätten, der Flüchtlingshilfe, Fördervereinen, Nachbarschaftshilfe und Besuchsdiensten im täglichen Miteinander. „Wir alle sind vernetzt“, so Karin Emken. „Typisch Esens!“ erkläre Landrat Holger Heymann dazu häufiger. Die Bürgermeisterin nehme das als Kompliment, erklärte sie vor Esenser Bürgern und Gästen, darunter MdL Jochen Beekhuis, Landrat Holger Heymann, Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs, Ehrenbürger Klaus Wilbers, der stellvertretende Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ Sebastian Fiedler und viele mehr.

Das Eingebunden-Sein in dieses Netzwerk gebe Sicherheit, Sicherheit, um flexibel handeln zu können. Denn nichts sei so beständig wie der Wandel. Das sei die Identität der Esenser, das Motto der Esenser Geschichte und Tradition. Und es sei auch das Motto der Schützencompagnie: Altes erhalten, Neues gestalten.

Vor diesem Hintergrund habe der Rat im vergangenen Jahr wichtige Beschlüsse gefasst: Nach 59 Jahren habe Esens ihre Stadtwerke an den OOWV übertragen und somit einen zuverlässigen Partner, der auch in Zukunft die hohe Qualität des Trinkwassers garantieren kann, an ihrer Seite. „Der Verkaufserlös soll nach dem Willen des Rates in die Erneuerung der Oberflächenentwässerung investiert werden.“, so Emken. Nach umfangreichen Planungen soll damit im Bereich Süderwall/Molkereistraße begonnen werden.

 

Parallel plane der OOWV die Erweiterung der Kläranlage, so dass künftig neue Baugebiete darüber erschlossen werden können.

 

Zur Bodenvorratshaltung erklärte die Bürgermeisterin, dass einigen Bauwilligen nun endlich in diesem Jahr im neuen Baugebiet an der Hartwarder Straße Bauplätze angeboten werden können. „Zeitgleich werden wir die Planungen für den Bereich ,Armenland‘ forcieren. Dort gehen wir von 40 bis 50 Baugrundstücken aus“, so die Bürgermeisterin. Da die Nachfrage nach Baugrund in Esens ungebrochen hoch sei, würden auch Gespräche mit weiteren Grundbesitzern geführt. Darüber hinaus sei auch die Investitionsbereitschaft im privaten Bausektor erfreulich rege.

 

Zum Dorfentwicklungsprogramm berichtete Karin Emken, dass die Stadt im September einen Antrag zur Umgestaltung des Kurparks in Bensersiel gestellt habe und nun auf Berücksichtigung hoffe, damit man in die Umsetzung einsteigen könne. „Gleichzeitig werden wir mit den Bensersielern einen zweiten Antrag vorbereiten. Geplant ist eine Umwandlung vom Kur- zum Bürgerpark.“

 

Ein Dauerthema für Bensersiel und Esens bleibe die Kommunale Entlastungsstraße. Nach Zustimmung des Rates und der Veröffentlichung im Amtsblatt sei der neue Bebauungsplan in Kraft getreten. Das bedeute jedoch nicht, dass die Straße damit gesichert wäre. Es bestehe eine erneute Klagefrist von einem Jahr und „leider muss die Straße auch bis auf Weiteres gesperrt bleiben, da wir nicht Eigentümer aller benötigten Flächen sind.“ Wer bisher noch Zweifel habe, ob die Entlastungsstraße wirklich gebraucht werde, hätte sich in der Hauptsaison nur kurz in Bensersiel aufhalten müssen, um zu erkennen, dass es ohne sie auf keinen Fall funktioniere. „Sie ist unerlässlich für die touristische Entwicklung Bensersiels. Sie ist unerlässlich für die Stadt und die Region, denn wir alle leben unmittelbar oder mittelbar vom Tourismus“, betonte Karin Emken.

 

Trotz dieser Situation hatten Bensersiel und Esens aus touristischer Sicht aufgrund des Wetters ein fantastisches Jahr. „Höchstwahrscheinlich erreichen wir die, Schwarze Null‘, die wir erst in zwei bis drei Jahren eingeplant hatten.“ Dafür dankte Karin Emken, auch im Namen des Rates, dem Geschäftsführer der Tourismus GmbH Michael Schmitz und Team.

 

Text und Foto: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: „Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt