Stadt Esens

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Fläche: 21,68 km²
Einwohnerzahl: 7269

 

 

Stadt Esens - Dienstleistungs-, Einkaufs- und Tourismuszentrum.

 

 

Die Stadt Esens ist Dienstleistungs- und Einkaufszentrum. Zur Geschichte sei kurz erwähnt, dass die Stadt Esens unter der Herrschaft des Friesenhäuptlings Junker Balthasar die Stadtrechte im Jahre 1527 erhielt, jedoch schon 1310 urkundlich erwähnt wurde.

 

Als kleine, lebendige ehemalige Häuptlingsstadt verwöhnt Esens den Gast mit charmanter Extravaganz: Typisch ostfriesische Teezeremonien, diverse interessante Museen und andere Sehenswürdigkeiten (beispielsweise ein Tidebrunnen am Marktplatz) oder auch die schönen alten Gebäude in den Fußgängerzonen.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

                                            

Nur 4 km entfernt direkt an der Küste liegt das Nordseeheilbad Bensersiel mit seinem Sielhafen und ist seit dem Jahr 1859 der Fährhafen für die Insel Langeoog. In Bensersiel, als ein Ortsteil der Stadt Esens, findet der Gast neben kilometerlangem Sandstrand, Ebbe und Flut, Natur und Abenteuer, jede Menge Freizeiteinrichtungen:

 

Hier findet wirklich jeder seine Lieblingsbeschäftigung.

Am Markt 2 - 4
26427 Esens

Telefon (04971) 206-0
Telefax (04971) 20666

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.esens.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 08:00 bis 12:30 Uhr
Donnerstag: 08:00 bis 17:00 Uhr

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Aktuelle Meldungen

Die Bärenstadt wird Halloween zur Bühne. Immer mehr Besucher kommen in aufwendig schaurigen Verkleidungen.

(01.10.2018)

In Esens stehen die nächsten Großveranstaltungen und Events an. Am Sonntag, 7. Oktober, wird die Bärenstadt zum Automobil-Museum mit rund 500 Fahrzeugen aus neun Jahrzehnten und verkaufsoffenem Sonntag von 12 bis 17 Uhr.

Der nächste große Event vor der Esenser Kneipen-Nacht ist am Freitag, 26. Oktober, das inzwischen weit über die Grenzen Ostfrieslands hinaus bekannte „Esenser Halloween“. Wie zum Oldtimertreffen werden dazu bis zu 10 000 Besucher erwartet.

„Ganz Esens wird zur Bühne und – gemessen an der Einwohnerzahl von 7000 Bewohnern – Halloween-Hauptstadt Deutschlands“, erklärt Stadtmanager Adalbert Oldewurtel in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Bürgermeisterin Karin Emken sowie Markus Backenköhler und Onno Krüsmann sowie Praktikant Lars Wätjen für die Veranstalter „Aktionsgemeinschaft Esens und Umgebung“ (AEU) und die Stadt Esens.

Wie in den Vorjahren öffnet sich am letzten Freitag im Oktober die „Anderswelt“. Geister, kleine und große Hexen, Monster und Untote erwachen und sorgen für ein schaurig-schönes Spektakel und Grusel-Feeling pur.

Beim Verkleiden darf das richtige Make-Up nicht fehlen. Die Sparkasse Esens lädt Kinder von 14 bis 17 Uhr zum kostenlosen Halloween-Kinderschminken ein.

Das eigentliche Programm – es ist für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren nicht geeignet, betont AEU-Halloween-Ausschussvorsitzender Markus Backenköhler – beginnt gegen 18 Uhr. Auf Bühnen und in den Gassen der Stadt machen Künstler und Walk-Acts die Nacht zum Tage.

Schaurig schöne letzte Ruhestätten: Der Süderwall verwandelt sich in einen Grusel-Friedhof zum Lachen. Schaurig schöne Tänze, die einem den Atem stocken lassen, bieten die Irish Dance Skippies und die Tanzgruppe der Gruselmeile auf den Bühne am Münzdenkmal in der Steinstraße sowie auf der Harlinger-Bühne auf dem Marktplatz. Auf dem Markt erwartet die Besucher das Gruselschloss in neuer Dekoration aus China. Richtung Kirchplatz lädt der Zauberwald zum Verweilen ein.

Heiß wird es auf dem Schafmarkt bei der Show des Pyro Teams Berlin und bei der Feuerzangenbowle in der Herdestraße. Musikalischer Höhepunkt ist von 21 bis 24 Uhr der Auftritt der Band Nightlife auf der Harlinger-Bühne.

„Absolutes Highlight in diesem Jahr ist der Walk-Act, Saurus, Close–Act‘, die Saurier sind los“, sagt Adalbert Oldewurtel. Große Saurier bewegen sich durch die Massen, furchteinflößend und verzaubernd. Ein Spektakel, was die Massen wie ein Meer bewegt.

„Het lik Allerzielen“, Straßentheater aus den Niederlanden, ist eine 2,5 Meter hohe wandelnde Leiche. In ihrem Brustkorb versteckt sich ein verstaubtes altes Theater, in dem die Geister von früher zu neuem Leben erwachen. – Eine Kreatur, wie sie bisher niemand kennt, ist „Le Diable“, ein Teufel, der aus der Hölle aufsteigt. Mensch oder Puppe, vielleicht auch beides.

Zur Geisterbeschwörung ruft das Hurdy-Gurdy-Wife. Eine Hexe versucht mit den Klängen einer alten Orgel die Geister herbeizurufen. Ob sie es schaffen wird?

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto: CL Bert Holtmann

www.halloween-esens.de

Foto zu Meldung: Die Bärenstadt wird Halloween zur Bühne. Immer mehr Besucher kommen in aufwendig schaurigen Verkleidungen.

Die Esens-Fahne ist wieder erhältlich

(30.05.2018)

Die Esens-Fahne ist wieder erhältlich, im Querformat 1 mal 1,5 Meter. Die Farben Blau und Gelb symbolisieren das, was Esens-Bensersiel zu bieten hat: das blaue Wasser und den blauen Himmel sowie das Korn. In der Mitte ist das Wappen mit dem Bären zu sehen, darüber der Name der Stadt.

 

Rechtzeitig zum 441. Schützenfest und zum Start der Saison häufen sich die Anfragen bei der Stadt und in den Tourist-Informationen in Esens und Bensersiel, erklärt Stadtmanager Adalbert Oldewurtel. Während die Esenser Bürgerinnen und Bürger damit Straßenzüge, Plätze, ihre Häuser oder Vorgärten zu bestimmten Anlässen wie dem Esenser Schützenfest schmücken und damit ein Zeichen der Identifikation mit der Schützencompagnie von 1577 setzen möchten, sehen Urlauber – darunter viele Stammgäste – in der Esens-Fahne ein Souvenir für den heimischen Partykeller, den Wohnwagen oder das Wohnmobil.

Auch Urlauber identifizieren sich mit Esens-Bensersiel und wollen das an ihrem Heimatort kundtun. „Die Esens Fahnen sind ein Zeichen des guten Wir-Gefühls – zum Schützenfest und darüber hinaus“, betont Oldewurtel.

 

Zu haben sind die Stadtfahnen in den Tourist-Informationen in Esens und Bensersiel sowie im Laden „Pier No. 4“ in der Steinstraße 4.

 

 

Text und Foto: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt.

Foto zu Meldung: Die Esens-Fahne ist wieder erhältlich

Stadt Esens jetzt Mitglied der Solidargemeinschaft OOWV Unterschriften besiegeln Verkauf der Stadtwerke

(14.03.2018)

Am 13. März 2018 war ein besonderer Tag für die Stadt Esens und den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Anlass war der Verkauf der Stadtwerke an den Wasserversorger für 3,3 Millionen Euro.

 

„Dies ist ein sehr emotionales Thema“, sagte Bürgermeisterin Karin Emken. Bereits seit 1959 werde die Stadt durch den OOWV mit Trinkwasser versorgt. Jetzt – nach einstimmigen Beschlüssen in den Gremien – übergebe sie die Stadtwerke an den OOWV als hochkompetenten Partner und Betreiber, so die Bürgermeisterin.

 

Zur Vertragsunterzeichnung hieß sie Verbandsvorsteher Sven Ambrosy, die Geschäftsführer Karsten Specht und Peter Kaufmann, Regionalleiter Christoph Kraft sowie Bereichsleiter Claus Barwig im Rathaus willkommen.

 

Wasser sei das wichtigste Lebensmittel und höchste Gut des Menschen. Um gleiche Lebensbedingungen für Stadt und Land zu schaffen, sei der OOWV als Solidargemeinschaft gegründet worden. „Er ist eine kommunale Institution. Die Kommunen bestimmen den Weg des OOWV mit“, erklärte Ambrosy. Der Verband garantiere einen günstigen Preis. Das sei ein Standortfaktor für Haushalte und produzierende Betriebe.

 

Durch den Verkauf der Stadtwerke ist die Stadt Esens nun jüngstes Mitglied des Verbandes. Für den OOWV im 70. Jahr seines Bestehens sei das ein besonderes Geschenk.

 

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Burg-Modell zum Anfassen Lions-Club Esens-Nordsee stiftet Bronzearbeit für die Stadt

(12.03.2018)

Großer Andrang herrschte am Sonnabend nahe des Münzdenkmals in der Esenser Steinstraße. Anlass war die Vorstellung und Übergabe eines Bronzemodells der Esenser Burg durch den Lions-Club Esens-Nordsee. Dazu begrüßte dessen Präsident Keno Appelkamp neben zahlreichen Lions-Freunden Bürgermeisterin Karin Emken und Stadtdirektor Harald Hinrichs sowie Stadträte und Verwaltung. „Wir sind stolz und freuen uns, der Stadt Esens heute ein Bronzemodell der Burg übergeben zu können“, betonte Appelkamp.

„Lions international“ feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dazu wurden die lokalen Clubs aufgefordert, Aktivitäten vor Ort zu entwickeln, mit denen sie ihre Existenz in der Heimatgemeinde dokumentieren. Der Lions-Club Esens-Nordsee wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Die Diskussion im Club habe dazu geführt, beide Ereignisse zusammen zu nehmen und für die Stadt Esens etwas Besonderes zu schaffen.

Die Details erläuterte Axel Heinze: Esens hatte im Mittelalter seit dem 15. Jahrhundert als Häuptlingssitz eine Burganlage im Südosten der Stadt. Nach dem Übergang auf Preußen wurde sie im Jahr 1755 abgebrochen. Die Flächen erwarb Stadtbaumeister Anton Esen, der darauf eine Art Villenviertel entwickelte. Der ehemalige Bürgermeister Willi Ebrecht hatte sich während des Projektes „Als Friesen Preußen waren“ beim preußischen König über den Abriss beschwert, da die Stadt um eine bedeutende touristische Attraktion beraubt worden war. Aber zu diesem Zeitpunkt war nicht mehr viel bekannt über die Burg.

Das änderte sich durch Rudolf Schaper. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums „Leben am Meer“ hat er sich mehr als 20 Jahre der Aufgabe gewidmet, die Burganlage zu rekonstruieren. Den Durchbruch brachte ein Aktenfund im Archiv „Preußischer Kulturbesitz Berlin“, der im Anzeiger für Harlingerland veröffentlicht wurde. Daraus erwuchsen ein digitales Modell und eine Ausstellung im Museum. Der Lions-Club entschied sich, von der Glocken- und Kunstgussmanufaktur Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher ein Bronzemodell fertigen zu lassen. Die Stadt hat den Sockel gestiftet, der Bauhof hat ihn sorgfältig erstellt.

Dafür dankte Bürgermeisterin Karin Emken: „Ihr habt uns ein Stück Stadtgeschichte zurückgegeben.“

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.

(15.01.2018)

Nach mehr als 20 000 verteilten Teddys in 2017 ist die Stiftung am Sitz in Esens ins Jubiläumsjahr gestartet. Dankesschreiben und Bilder von Kindern belegen, wie wichtig ein Tröstebär für Kinder in Not sein kann. „Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 mit mehr als 20 000 verteilten Teddybären an Kinder in Notlagen deutschlandweit starten wir heute in das Jubiläumsjahr 2018.“ Das erklärte der Vorsitzende der Deutschen Teddy-Stiftung mit Sitz in Esens gestern in einem gemeinsamen Pressegespräch des Vorstandes und Beirates im Rathaus Esens.

 

Vor 20 Jahren, am 28. September, wurde die Deutsche Teddy-Stiftung „Good Bears of the World“ im Ahnensaal des Rathauses in Esens mit dem Ziel gegründet, Kinder in den verschiedensten Notlagen mit einem Teddybären zu trösten. Um dieses Vorhaben dauerhaft zu etablieren, habe man gleich eine Stiftung gegründet und nicht einen Verein, betonte Vorsitzender Franz Andratzke. Esens wurde als Sitz der Deutschen Teddy-Stiftung gewählt, weil die „Bärenstadt Esens“ einen Bären im Wappen trägt, der sagenumwoben ist. Es sollte auch ein besonderer Reiz für die Stiftungsgründer sein, „aus der Provinz“ heraus ein Projekt zu starten, das deutschlandweite Bedeutung hat.

 

Die Resonanz in den vergangenen 20 Jahren habe den Stiftungsgründern recht gegeben. „Mit der Verteilung von insgesamt fast 260 000 Tröstebären in ganz Deutschland wurde Esens-Bensersiel auch als Tourismusstandort nochmals bekannter“, so Franz Andratzke.

Für das gestern offiziell gestartete Jubiläumsjahr wurde eine besondere Schirmherrin gefunden: Christiane Lafeld aus Hamburg. Sie ist die Vorsitzende des Governorrates Multidistrikt 111-Deutschland und vertritt damit alle deutschen Lions-Clubs international. In Ihrem Grußwort schreibt Sie: „Jeder Mensch benötigt ab und zu Trost. Gerade für Kinder ist es wichtig, schwierige Situationen zu überwinden und wieder Glück, Freude und Dankbarkeit zu verspüren. Die Deutsche Teddy-Stiftung trägt mit ihrer Arbeit seit 20 Jahren dazu bei. Ich freue mich daher sehr, in ihrem Jubiläumsjahr die Arbeit der Deutschen Teddy-Stiftung unterstützen zu können.“

 

Unterstützung im vergangenen Jahr kam auch von anderer Seite: durch die Fotoaktion des Esensers Detlev Schilling und die daran anknüpfende gemeinsame Weihnachts-Spendenaktion des Anzeigers für Harlingerland und des Jeverschen Wochenblattes. „Dies war für die Deutsche Teddy-Stftung die größte und erfolgreichste Unterstützungsaktion seit der Gründung und ist somit beispielhaft und einzigartig“, erklärte Beiratsvorsitzender Carsten Rinne.

 

„Die Fotos von Detlev Schilling der Prominenten mit einem Teddy aus Esens und die Weihnachtsaktion hätten die Deutsche Teddy-Stiftung bundesweit noch bekannter gemacht und auch den Wert der ehrenamtlichen Arbeit des Vorstandes und Beirates für Kinder in Not in unserer Region verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gebracht“, dankte Franz Andratzke.

 

Im Dezember hätten längst nicht mehr alle aus dem Geschäftsjahr 2017 stammenden Teddys an Polizei und Hilfsorganisationen ausgegeben werden können. Die letzten 3000 sollen jetzt verteilt werden. „Insgesamt 600 Teddybären werden am 25. Januar in Schleiz/Thüringen an die Feuerwehren und Rettungsdienste übergeben, weitere 1800 am 29. Januar im Beisein des Innenministers Karl-Heinz Schröter in Brandenburg sowie nochmals 1000 Teddys mit Stephan ,Hösti‘ Höstermann am 17. Februar an alle Rettungsdienste und Feuerwehren im Bereich Lünen, Selm und Bork. Und so geht es in diesem Jahr Monat für Monat weiter“, so Franz Andratzke.

 

Wie wichtig ein Teddy für Kinder sein kann, das sei zu Silvester deutlich geworden. Der sechsjährige Fynn aus Aurich hatte seinen Freund verloren, auf einer Ratsstätte in Langwedel. Vater Kilian de Vries erinnerte sich an die Polizeistation in der Nähe und gab eine Vermisstenanzeige auf. Zur Reaktion und zum Ausgang dieser Geschichte gibt es ein Video. Und auch die „Bild“ hat berichtet.

 

Für die Stadt Esens lobte Bürgermeisterin Karin Emken das Engagement der Stiftung. Sie sei ein Aushängeschild für die Stadt.

 

Text und Foto: Klaus Händel Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zu Meldung: Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.

Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.

(04.12.2017)

Lesebuch enthält Geschichtliches und Persönlichkeiten aus der 37-jährigen Schaffensperiode des Autoren. Die Intention Gerd Rokahrs war es nicht, die große und umfassende Geschichte der Stadt Esens aufzuschreiben. „Vielmehr ging es dem Autoren um die wirkungsvolle Zusammenstellung der Puzzleteile, die er selber dazu beigetragen hat“, erklärte Dr. Paul Weßels, Leiter der Landschaftsbibliothek in Aurich, während der Präsentation einer neuen Publikation mit dem Titel „Esens – Ein Lesebuch“. Es handele sich um einen schönen und äußerst wertvollen Beitrag zur Lokalhistorie. In seiner neuesten Publikation, das die Stadt Esens herausgab und das von der Sparkassenstiftung Harlingerland gefördert wurde, hat Rokahr Geschichten und Geschichtliches, Personen und Persönlichkeiten aus dem Ort zusammengetragen – Aufsätze, die seit 1980 in den unterschiedlichsten Publikationen erschienen sind, jetzt aber in einen chronologischen Zusammenhang gebracht wurden. Das „Esenser Lesebuch“ spiegelt in 16 Kapiteln und 48 Abschnitten das facettenreiche Geschehen vom Mittelalter bis an die Schwelle zur Gegenwart anhand ausgewählter Texte wider. Gerd Rokahr liefert Schlaglichter in die Häuptlings und die Rietberger Zeit, schildert das Wachsen der Bärenstadt im 19. Jahrhundert und legt einen Schwerpunkt auf die unheilvolle NS-Zeit, auf die Folgen des Weltkriegs, das Marinelager Sterbur und die Kriegsgefangenen. Anhand der Ära Stadtdirektor Ewald Neemanns beschreibt der Chronist die Jahre des Wiederaufbaus. Dr. Paul Weßels, der den vielfach talentierten Esenser ebenso als herausragenden und vielseitigen Künstler mit einem subtilen Humor beschrieb, bezeichnete Rokahr als ernstzunehmenden Forscher lokaler Geschichte, der sich schwerpunktmäßig der Geschichte der Juden und der NS-Zeit, aber auch biografischer Skizzen angenommen habe. Gerade sein Engagement, sich drängenden Themen anzunehmen, die bisher aus seiner Sicht nicht ausreichend gewürdigt wurden, sei lobenswert. Hier nannte der Bibliotheksleiter Esenser Persönlichkeiten wie den Astronomen und Astrologen Hermann de Werve, die jüdische Opernsängerin Sara Oppenheimer und den Dichter und Bürgermeister Eduard Wedekind. Weßels sieht in der Autorentätigkeit Gerd Rokahrs eine Sympathie für die Opfer und die Vergessenen. Im Jahr 1980 hatte Gerd Rokahr, früherer Kunsterzieher, Kunstschaffender und Chronist mit Wurzeln in der Bärenstadt, begonnen, sich als Autodidakt bestimmten geschichtlichen Themen seiner Heimatstadt anzunehmen. Um den Bürgern diese Geschichten und geschichtlichen Aufsätze, Beiträge über Personen und Persönlichkeiten in kompakter Form zu bewahren, hat der Bärenstädter diese Texte bearbeitet und in einem neuen Buch zusammengefasst und Themenbereiche mit neuen Einleitungen oder erläuternden Kommentaren versehen. „Auf diese Weise ist es dem Autoren gelungen, dem , Lesebuch‘ den Charakter einer Stadtchronik zu verleihen“, wertete Dr. Paul Weßels. Esens‘ Bürgermeisterin Karin Emken, die zur Buchvorstellung im Ahnensaal auch manche Unterstützer Rokahrs und die Stadtführer als Multiplikatoren der Stadtgeschichte begrüßt hatte, dankte dem 75-Jährigen für sein anhaltendes Engagement zur Erarbeitung der Lokalgeschichte. Rokahrs Werk „Eine Chronik der Stadt Esens“ sei seit 2010 ein unverzichtbares Nachschlagewerk. Bereits 1992 hätten Rat und Verwaltung das Wirken mit dem Silbernen Bären belohnt, der höchsten städtischen Auszeichnung.Dieses Lesebuch enthält für den historisch interessierten Leser Unterhaltsames und Wissenswertes, Erfreuliches und Erschütterndes. Es bietet eine reiche Themenauswahl und eine Vielzahl von Repros und Fotos.

 

Text und Foto: Detlef Kiesé, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zu Meldung: Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.

Machen Sie mit bei der EVS 2018!

(30.10.2017)

„Wo bleibt mein Geld?“ Diese Frage stellen sich viele Menschen - nicht nur am Monatsende. Wer an der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2018 teilnimmt, erhält nicht nur einen Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben, sondern erhält zusätzlich eine Geldprämie von mindestens 80 Euro und bis zu 105 Euro für die Teilnahme.

Für die ab Januar 2018 stattfindende EVS werden Haushalte aller sozialen Gruppen gesucht. Die EVS wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder alle 5 Jahre durchgeführt. Ziel ist es, die Einkommenssituation, den Lebensstandard und die Verbrauchsverhältnisse der Gesamtbevölkerung abzubilden.

Die EVS ist eine wichtige Informationsgrundlage für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Unter anderem werden die Daten zur Festlegung des Wägungsschemas der Verbraucherpreisstatistik sowie zur Berechnung der Regelsätze in der sozialen Grundsicherung verwendet. Bspw. für Hartz-4-Sätze.

Wie kann teilgenommen werden?

Wer Interesse hat, kann sich über das Landesamt für Statistik Niedersachsen gern anmelden

Weitere Informationen erhalten Sie

per E-Mail unter EVS@statistik.niedersachsen.de.

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