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Stadt Esens

Vorschaubild

Stadtdirektor Harald Hinrichs

Am Markt 2 - 4
26427 Esens

Telefon (04971) 206-0
Telefax (04971) 20666

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.stadt-esens.de neue Hauptdomain
Homepage: www.esens.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 08:00 bis 12:30 Uhr
Donnerstag: 08:00 bis 17:00 Uhr

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Fläche: 21,68 km²
Einwohnerzahl: 7269

 

 

Stadt Esens - Dienstleistungs-, Einkaufs- und Tourismuszentrum.

 

 

Die Stadt Esens ist Dienstleistungs- und Einkaufszentrum. Zur Geschichte sei kurz erwähnt, dass die Stadt Esens unter der Herrschaft des Friesenhäuptlings Junker Balthasar die Stadtrechte im Jahre 1527 erhielt, jedoch schon 1310 urkundlich erwähnt wurde.

 

Als kleine, lebendige ehemalige Häuptlingsstadt verwöhnt Esens den Gast mit charmanter Extravaganz: Typisch ostfriesische Teezeremonien, diverse interessante Museen und andere Sehenswürdigkeiten (beispielsweise ein Tidebrunnen am Marktplatz) oder auch die schönen alten Gebäude in den Fußgängerzonen.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

                                            

Nur 4 km entfernt direkt an der Küste liegt das Nordseeheilbad Bensersiel mit seinem Sielhafen und ist seit dem Jahr 1859 der Fährhafen für die Insel Langeoog. In Bensersiel, als ein Ortsteil der Stadt Esens, findet der Gast neben kilometerlangem Sandstrand, Ebbe und Flut, Natur und Abenteuer, jede Menge Freizeiteinrichtungen:

  • Vital-Aktiv-Fitness-Center mit Angeboten für Einsteiger und Fortgeschrittene rund um die Bewegung, Ernährung und Entspannung

  • Meerwasserfreibad mit 80 m Superrutsche

  • Wattenhuus mit Seewasseraquarien und Pflanzen der Salzwiesen

  • buntes Animationsprogramm

  • Nordseetherme (subtropischer Badespaß mit 100 m Effektrutsche und einmaligem Saunavergnügen)

  • Campingplatz direkt am Meer

  • Abenteuerspielplatz

  • Vitalis (Kurmittelhaus mit modernsten medizinischen Einrichtungen)

  • maritimer Sport-Themen-Park mit Beachvolleyball-, Beachsoccer-, Basketball- und Tenniscourts sowie einer umfangreichen Skaterfläche

  • Surfen, Reiten, Biken, Joggen, Inline-Skaten

  • Sport auf und im Wasser

  • Fahrradfahren, Freischach, Minigolf, Wandern, Tischtennis, Angeln, Boßeln

  • Schiffsausflugsfahrten zu den Seehundsbänken oder zu den Inseln und vieles mehr

 

Hier findet wirklich jeder seine Lieblingsbeschäftigung.

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Aktuelle Meldungen

Mikrozensuserhebung (Haushaltsbefragung) 2019

(05.02.2019)

Das Landesamt für Statistik Niedersachen bittet um ihre Mithilfe!

Erkenntnisse über die Lebensverhältnisse der Bevölkerung sind für die Politik und die Gesellschaft von erheblicher Bedeutung, um für die Zukunft die richtigen Entscheidungen treffen zu können und dabei die allgemeinen Lebensbedingungen zu berücksichtigen.

Mehr Informationen zu den jährlichen Befragungen (Mikrozensuserhebung) sowie die Auflistung der Bereiche, in denen in diesem Jahr Haushaltsbefragungen in der Samtgemeinde Esens durchgeführt werden, finden Sie in den Dateien unten auf der Seite (Download) und im Internet unter www.statistik.niedersachsen.de unter dem Themenbereich „Haushalt, Familien – Mikrozensus.“

[Bedeutung des Mikrozensus]

[Mikrozensus 2019 Befragungsorte]

Der „Silberne Bär“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, geht 2019 an das Ehepaar Schöneck.

(15.01.2019)

Zusammen dienen sie mehr als 100 Jahre dem humanitären Dienst: schützen und helfen, wo menschliches Leid zu lindern ist.

Die Theodor- Thomas-Halle war am Sonntag, den 13. Januar2019, fast voll besetzt, als Bürgermeisterin Karin Emken die Bürger und Gäste im Namen von Rat und Verwaltung zum Neujahrsempfang der Stadt Esens willkommen hieß. Höhepunkt war neben dem traditionellen Rück- und Ausblick die Verleihung des „Silbernen Bären“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, die sich durch ihr Engagement zum Wohle der Menschen in Esens-Bensersiel in herausragender Weise auszeichnen. In diesem Jahr geht der „Silberne Bär“ an Gerda und Werner Schöneck.

Sie, eine gelernte Damenschneiderin, wurde 1950 in Wittmund geboren, als eines von sechs Geschwistern. „Schon mit 13 Jahren begann sie sich ehrenamtlich zu engagieren und blieb diesem Engagement bis heute treu“, ließ die Bürgermeisterin die Zuhörer wissen. Er, aus Baden-Württemberg stammend, wurde Instrumentenbauer, ein Beruf, der Handwerk und Musik verbindet, und begann ebenfalls mit 13 Jahren, sich zu engagieren. „Damals in der DLRG“, so Emken. Die Bundeswehrzeit verschlug ihn zum Jagdgeschwader 71 Richthofen. Während dieser Zeit lernten sich die zu Ehrenden in der Gaststätte Aden kennen und lieben. Ostwestfalen oder Ostfriesland, das war mit der Heirat die Frage. Sein Beruf war für Ostfriesland zu speziell. 1969 wurde in Esens eine Stelle ausgeschrieben, die ihn aufgrund seiner DLRG-Tätigkeit ansprach. Er bekam die Stelle und hielt ihr bis zu seinem Ruhestand 2010 die Treue. 1969 folgte also der Umzug nach Esens, 1981 der Bau eines Eigenheims. „Seither sind sie ,echte‘ Esenser“, betonte die Bürgermeisterin in ihrer Laudatio. Sie teilen gemeinsam ihre Hobbys: Musik, Reisen, Camping. Den größten Raum aber nehme ihr Engagement ein, dem sie seit Jahrzehnten beständig, verlässlich und treu dienen. „Sie helfen, um zu helfen“, so Emken. Sie seit 55, er seit 48 Jahren verkörpern das Deutsche Rote Kreuz, das DRK Esens.

Spätestens jetzt dämmerte es auch dem letzten Zuhörer: „Wir ehren heute das Ehepaar Gerda und Werner Schöneck“, ließ Karin Emken die Katze unter tosendem Beifall aller Anwesenden aus dem Sack.

Er war mehr als 40 Jahre beim Kurverein, früher „Bade- und Verkehrsverein“ für die Bäder – zuerst das große Schwimmbad, dann für das Wellenbad und zuletzt für die Nordseetherme – zuständig. Als Musikinstrumentenbauer blieb er zwar nicht seinem Beruf, wohl aber der Musik treu. Seit über 30 Jahren spielt Werner Schöneck im Blasorchester Harlingerland die Posaune. Als leidenschaftlicher Amateurfunker, ein weiteres Hobby, hält er weltweit Kontakt. Dieses Hobby teilt er mit seiner Frau Gerda. „Gemeinsam aber haben sie sich ganz dem Dienst beim DRK verschrieben. Beide absolvierten unzählige Lehrgänge, sind Sprechfunker, Gruppenführer, haben jahrzehntelang die Blutspendetermine mit vorbereitet und begleitet. „Wir sehen sie beim Schützenfest, bei Theateraufführungen, bei sonstigen Großveranstaltungen, beim Rettungstag, und natürlich sind sie zur Stelle bei Notfällen, Unfällen und im Einsatz bei Bränden, so auch am 1. Januar beim Brand der Dreifachturnhalle“, listet die Bürgermeisterin auf.

Werner Schöneck nimmt darüber hinaus vielfältige Leitungsaufgaben wahr. So hat er unter anderem die Esenser Bereitschaft elf Jahre lang erfolgreich geführt. Auch auf Kreisverbandsebene hält er besondere Funktionen inne und ist dort Mitglied des Präsidiums. Dreimal begleitete er Hilfstransporte nach Russland beziehungsweise in die Ukraine.

Beide sind Urgesteine des DRK. Sie leben die sieben Rotkreuzgrundsätze: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. „Diese Grundsätze sind Teil ihrer Persönlichkeiten geworden – im besten Sinne“, lobte Karin Emken. – „Halbe Sachen gibt es nicht!“ Das ist das Lebensmotto von Gerda und Werner Schöneck.

Text und Foto: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt.

Foto zur Meldung: Der „Silberne Bär“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, geht 2019 an das Ehepaar Schöneck.
Foto: Der „Silberne Bär“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, geht 2019 an das Ehepaar Schöneck.

„Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt

(15.01.2019)

Esens sei eine sehr glückliche Stadt, erklärte Bürgermeisterin Karin Emken, verbunden mit einem großen Dank an die Feuerwehren, am Sonntag, den 13. Januar 2019, zu Beginn ihrer Neujahrsansprache in der fast voll besetzten Theodor-Thomas-Halle. „Das unverzichtbare Netz von Aktiven, die sich bei uns in den Dienst des Gemeinwohls stellen, ist außergewöhnlich und funktioniert ausgezeichnet.“ Von den großen Vereinigungen wie Feuerwehr, DRK, DLRG, Polizei, den Vereinen TuS, Heimatverein, Landfrauen, Angelvereinen, Seglern, Kurverein, KBVs und „natürlich unserer Schützenkompagnie“, bei den Geschäftstreibenden AEU, Bensersiel aktiv, IG Stein- und Butterstraße bis zu den sozialen, kulturellen, politischen, kirchlichen Einrichtungen, der Jugend- und Elternarbeit in Schulen und Kindertagesstätten, der Flüchtlingshilfe, Fördervereinen, Nachbarschaftshilfe und Besuchsdiensten im täglichen Miteinander. „Wir alle sind vernetzt“, so Karin Emken. „Typisch Esens!“ erkläre Landrat Holger Heymann dazu häufiger. Die Bürgermeisterin nehme das als Kompliment, erklärte sie vor Esenser Bürgern und Gästen, darunter MdL Jochen Beekhuis, Landrat Holger Heymann, Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs, Ehrenbürger Klaus Wilbers, der stellvertretende Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ Sebastian Fiedler und viele mehr.

Das Eingebunden-Sein in dieses Netzwerk gebe Sicherheit, Sicherheit, um flexibel handeln zu können. Denn nichts sei so beständig wie der Wandel. Das sei die Identität der Esenser, das Motto der Esenser Geschichte und Tradition. Und es sei auch das Motto der Schützencompagnie: Altes erhalten, Neues gestalten.

Vor diesem Hintergrund habe der Rat im vergangenen Jahr wichtige Beschlüsse gefasst: Nach 59 Jahren habe Esens ihre Stadtwerke an den OOWV übertragen und somit einen zuverlässigen Partner, der auch in Zukunft die hohe Qualität des Trinkwassers garantieren kann, an ihrer Seite. „Der Verkaufserlös soll nach dem Willen des Rates in die Erneuerung der Oberflächenentwässerung investiert werden.“, so Emken. Nach umfangreichen Planungen soll damit im Bereich Süderwall/Molkereistraße begonnen werden.

 

Parallel plane der OOWV die Erweiterung der Kläranlage, so dass künftig neue Baugebiete darüber erschlossen werden können.

 

Zur Bodenvorratshaltung erklärte die Bürgermeisterin, dass einigen Bauwilligen nun endlich in diesem Jahr im neuen Baugebiet an der Hartwarder Straße Bauplätze angeboten werden können. „Zeitgleich werden wir die Planungen für den Bereich ,Armenland‘ forcieren. Dort gehen wir von 40 bis 50 Baugrundstücken aus“, so die Bürgermeisterin. Da die Nachfrage nach Baugrund in Esens ungebrochen hoch sei, würden auch Gespräche mit weiteren Grundbesitzern geführt. Darüber hinaus sei auch die Investitionsbereitschaft im privaten Bausektor erfreulich rege.

 

Zum Dorfentwicklungsprogramm berichtete Karin Emken, dass die Stadt im September einen Antrag zur Umgestaltung des Kurparks in Bensersiel gestellt habe und nun auf Berücksichtigung hoffe, damit man in die Umsetzung einsteigen könne. „Gleichzeitig werden wir mit den Bensersielern einen zweiten Antrag vorbereiten. Geplant ist eine Umwandlung vom Kur- zum Bürgerpark.“

 

Ein Dauerthema für Bensersiel und Esens bleibe die Kommunale Entlastungsstraße. Nach Zustimmung des Rates und der Veröffentlichung im Amtsblatt sei der neue Bebauungsplan in Kraft getreten. Das bedeute jedoch nicht, dass die Straße damit gesichert wäre. Es bestehe eine erneute Klagefrist von einem Jahr und „leider muss die Straße auch bis auf Weiteres gesperrt bleiben, da wir nicht Eigentümer aller benötigten Flächen sind.“ Wer bisher noch Zweifel habe, ob die Entlastungsstraße wirklich gebraucht werde, hätte sich in der Hauptsaison nur kurz in Bensersiel aufhalten müssen, um zu erkennen, dass es ohne sie auf keinen Fall funktioniere. „Sie ist unerlässlich für die touristische Entwicklung Bensersiels. Sie ist unerlässlich für die Stadt und die Region, denn wir alle leben unmittelbar oder mittelbar vom Tourismus“, betonte Karin Emken.

 

Trotz dieser Situation hatten Bensersiel und Esens aus touristischer Sicht aufgrund des Wetters ein fantastisches Jahr. „Höchstwahrscheinlich erreichen wir die, Schwarze Null‘, die wir erst in zwei bis drei Jahren eingeplant hatten.“ Dafür dankte Karin Emken, auch im Namen des Rates, dem Geschäftsführer der Tourismus GmbH Michael Schmitz und Team.

 

Text und Foto: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zur Meldung: „Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt
Foto: „Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt

Stadt Esens jetzt Mitglied der Solidargemeinschaft OOWV Unterschriften besiegeln Verkauf der Stadtwerke

(14.03.2018)

Am 13. März 2018 war ein besonderer Tag für die Stadt Esens und den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Anlass war der Verkauf der Stadtwerke an den Wasserversorger für 3,3 Millionen Euro.

 

„Dies ist ein sehr emotionales Thema“, sagte Bürgermeisterin Karin Emken. Bereits seit 1959 werde die Stadt durch den OOWV mit Trinkwasser versorgt. Jetzt – nach einstimmigen Beschlüssen in den Gremien – übergebe sie die Stadtwerke an den OOWV als hochkompetenten Partner und Betreiber, so die Bürgermeisterin.

 

Zur Vertragsunterzeichnung hieß sie Verbandsvorsteher Sven Ambrosy, die Geschäftsführer Karsten Specht und Peter Kaufmann, Regionalleiter Christoph Kraft sowie Bereichsleiter Claus Barwig im Rathaus willkommen.

 

Wasser sei das wichtigste Lebensmittel und höchste Gut des Menschen. Um gleiche Lebensbedingungen für Stadt und Land zu schaffen, sei der OOWV als Solidargemeinschaft gegründet worden. „Er ist eine kommunale Institution. Die Kommunen bestimmen den Weg des OOWV mit“, erklärte Ambrosy. Der Verband garantiere einen günstigen Preis. Das sei ein Standortfaktor für Haushalte und produzierende Betriebe.

 

Durch den Verkauf der Stadtwerke ist die Stadt Esens nun jüngstes Mitglied des Verbandes. Für den OOWV im 70. Jahr seines Bestehens sei das ein besonderes Geschenk.

 

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Burg-Modell zum Anfassen Lions-Club Esens-Nordsee stiftet Bronzearbeit für die Stadt

(12.03.2018)

Großer Andrang herrschte am Sonnabend nahe des Münzdenkmals in der Esenser Steinstraße. Anlass war die Vorstellung und Übergabe eines Bronzemodells der Esenser Burg durch den Lions-Club Esens-Nordsee. Dazu begrüßte dessen Präsident Keno Appelkamp neben zahlreichen Lions-Freunden Bürgermeisterin Karin Emken und Stadtdirektor Harald Hinrichs sowie Stadträte und Verwaltung. „Wir sind stolz und freuen uns, der Stadt Esens heute ein Bronzemodell der Burg übergeben zu können“, betonte Appelkamp.

„Lions international“ feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dazu wurden die lokalen Clubs aufgefordert, Aktivitäten vor Ort zu entwickeln, mit denen sie ihre Existenz in der Heimatgemeinde dokumentieren. Der Lions-Club Esens-Nordsee wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Die Diskussion im Club habe dazu geführt, beide Ereignisse zusammen zu nehmen und für die Stadt Esens etwas Besonderes zu schaffen.

Die Details erläuterte Axel Heinze: Esens hatte im Mittelalter seit dem 15. Jahrhundert als Häuptlingssitz eine Burganlage im Südosten der Stadt. Nach dem Übergang auf Preußen wurde sie im Jahr 1755 abgebrochen. Die Flächen erwarb Stadtbaumeister Anton Esen, der darauf eine Art Villenviertel entwickelte. Der ehemalige Bürgermeister Willi Ebrecht hatte sich während des Projektes „Als Friesen Preußen waren“ beim preußischen König über den Abriss beschwert, da die Stadt um eine bedeutende touristische Attraktion beraubt worden war. Aber zu diesem Zeitpunkt war nicht mehr viel bekannt über die Burg.

Das änderte sich durch Rudolf Schaper. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums „Leben am Meer“ hat er sich mehr als 20 Jahre der Aufgabe gewidmet, die Burganlage zu rekonstruieren. Den Durchbruch brachte ein Aktenfund im Archiv „Preußischer Kulturbesitz Berlin“, der im Anzeiger für Harlingerland veröffentlicht wurde. Daraus erwuchsen ein digitales Modell und eine Ausstellung im Museum. Der Lions-Club entschied sich, von der Glocken- und Kunstgussmanufaktur Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher ein Bronzemodell fertigen zu lassen. Die Stadt hat den Sockel gestiftet, der Bauhof hat ihn sorgfältig erstellt.

Dafür dankte Bürgermeisterin Karin Emken: „Ihr habt uns ein Stück Stadtgeschichte zurückgegeben.“

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.

(15.01.2018)

Nach mehr als 20 000 verteilten Teddys in 2017 ist die Stiftung am Sitz in Esens ins Jubiläumsjahr gestartet. Dankesschreiben und Bilder von Kindern belegen, wie wichtig ein Tröstebär für Kinder in Not sein kann. „Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 mit mehr als 20 000 verteilten Teddybären an Kinder in Notlagen deutschlandweit starten wir heute in das Jubiläumsjahr 2018.“ Das erklärte der Vorsitzende der Deutschen Teddy-Stiftung mit Sitz in Esens gestern in einem gemeinsamen Pressegespräch des Vorstandes und Beirates im Rathaus Esens.

 

Vor 20 Jahren, am 28. September, wurde die Deutsche Teddy-Stiftung „Good Bears of the World“ im Ahnensaal des Rathauses in Esens mit dem Ziel gegründet, Kinder in den verschiedensten Notlagen mit einem Teddybären zu trösten. Um dieses Vorhaben dauerhaft zu etablieren, habe man gleich eine Stiftung gegründet und nicht einen Verein, betonte Vorsitzender Franz Andratzke. Esens wurde als Sitz der Deutschen Teddy-Stiftung gewählt, weil die „Bärenstadt Esens“ einen Bären im Wappen trägt, der sagenumwoben ist. Es sollte auch ein besonderer Reiz für die Stiftungsgründer sein, „aus der Provinz“ heraus ein Projekt zu starten, das deutschlandweite Bedeutung hat.

 

Die Resonanz in den vergangenen 20 Jahren habe den Stiftungsgründern recht gegeben. „Mit der Verteilung von insgesamt fast 260 000 Tröstebären in ganz Deutschland wurde Esens-Bensersiel auch als Tourismusstandort nochmals bekannter“, so Franz Andratzke.

Für das gestern offiziell gestartete Jubiläumsjahr wurde eine besondere Schirmherrin gefunden: Christiane Lafeld aus Hamburg. Sie ist die Vorsitzende des Governorrates Multidistrikt 111-Deutschland und vertritt damit alle deutschen Lions-Clubs international. In Ihrem Grußwort schreibt Sie: „Jeder Mensch benötigt ab und zu Trost. Gerade für Kinder ist es wichtig, schwierige Situationen zu überwinden und wieder Glück, Freude und Dankbarkeit zu verspüren. Die Deutsche Teddy-Stiftung trägt mit ihrer Arbeit seit 20 Jahren dazu bei. Ich freue mich daher sehr, in ihrem Jubiläumsjahr die Arbeit der Deutschen Teddy-Stiftung unterstützen zu können.“

 

Unterstützung im vergangenen Jahr kam auch von anderer Seite: durch die Fotoaktion des Esensers Detlev Schilling und die daran anknüpfende gemeinsame Weihnachts-Spendenaktion des Anzeigers für Harlingerland und des Jeverschen Wochenblattes. „Dies war für die Deutsche Teddy-Stftung die größte und erfolgreichste Unterstützungsaktion seit der Gründung und ist somit beispielhaft und einzigartig“, erklärte Beiratsvorsitzender Carsten Rinne.

 

„Die Fotos von Detlev Schilling der Prominenten mit einem Teddy aus Esens und die Weihnachtsaktion hätten die Deutsche Teddy-Stiftung bundesweit noch bekannter gemacht und auch den Wert der ehrenamtlichen Arbeit des Vorstandes und Beirates für Kinder in Not in unserer Region verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gebracht“, dankte Franz Andratzke.

 

Im Dezember hätten längst nicht mehr alle aus dem Geschäftsjahr 2017 stammenden Teddys an Polizei und Hilfsorganisationen ausgegeben werden können. Die letzten 3000 sollen jetzt verteilt werden. „Insgesamt 600 Teddybären werden am 25. Januar in Schleiz/Thüringen an die Feuerwehren und Rettungsdienste übergeben, weitere 1800 am 29. Januar im Beisein des Innenministers Karl-Heinz Schröter in Brandenburg sowie nochmals 1000 Teddys mit Stephan ,Hösti‘ Höstermann am 17. Februar an alle Rettungsdienste und Feuerwehren im Bereich Lünen, Selm und Bork. Und so geht es in diesem Jahr Monat für Monat weiter“, so Franz Andratzke.

 

Wie wichtig ein Teddy für Kinder sein kann, das sei zu Silvester deutlich geworden. Der sechsjährige Fynn aus Aurich hatte seinen Freund verloren, auf einer Ratsstätte in Langwedel. Vater Kilian de Vries erinnerte sich an die Polizeistation in der Nähe und gab eine Vermisstenanzeige auf. Zur Reaktion und zum Ausgang dieser Geschichte gibt es ein Video. Und auch die „Bild“ hat berichtet.

 

Für die Stadt Esens lobte Bürgermeisterin Karin Emken das Engagement der Stiftung. Sie sei ein Aushängeschild für die Stadt.

 

Text und Foto: Klaus Händel Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zur Meldung: Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.
Foto: Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.

Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.

(04.12.2017)

Lesebuch enthält Geschichtliches und Persönlichkeiten aus der 37-jährigen Schaffensperiode des Autoren. Die Intention Gerd Rokahrs war es nicht, die große und umfassende Geschichte der Stadt Esens aufzuschreiben. „Vielmehr ging es dem Autoren um die wirkungsvolle Zusammenstellung der Puzzleteile, die er selber dazu beigetragen hat“, erklärte Dr. Paul Weßels, Leiter der Landschaftsbibliothek in Aurich, während der Präsentation einer neuen Publikation mit dem Titel „Esens – Ein Lesebuch“. Es handele sich um einen schönen und äußerst wertvollen Beitrag zur Lokalhistorie. In seiner neuesten Publikation, das die Stadt Esens herausgab und das von der Sparkassenstiftung Harlingerland gefördert wurde, hat Rokahr Geschichten und Geschichtliches, Personen und Persönlichkeiten aus dem Ort zusammengetragen – Aufsätze, die seit 1980 in den unterschiedlichsten Publikationen erschienen sind, jetzt aber in einen chronologischen Zusammenhang gebracht wurden. Das „Esenser Lesebuch“ spiegelt in 16 Kapiteln und 48 Abschnitten das facettenreiche Geschehen vom Mittelalter bis an die Schwelle zur Gegenwart anhand ausgewählter Texte wider. Gerd Rokahr liefert Schlaglichter in die Häuptlings und die Rietberger Zeit, schildert das Wachsen der Bärenstadt im 19. Jahrhundert und legt einen Schwerpunkt auf die unheilvolle NS-Zeit, auf die Folgen des Weltkriegs, das Marinelager Sterbur und die Kriegsgefangenen. Anhand der Ära Stadtdirektor Ewald Neemanns beschreibt der Chronist die Jahre des Wiederaufbaus. Dr. Paul Weßels, der den vielfach talentierten Esenser ebenso als herausragenden und vielseitigen Künstler mit einem subtilen Humor beschrieb, bezeichnete Rokahr als ernstzunehmenden Forscher lokaler Geschichte, der sich schwerpunktmäßig der Geschichte der Juden und der NS-Zeit, aber auch biografischer Skizzen angenommen habe. Gerade sein Engagement, sich drängenden Themen anzunehmen, die bisher aus seiner Sicht nicht ausreichend gewürdigt wurden, sei lobenswert. Hier nannte der Bibliotheksleiter Esenser Persönlichkeiten wie den Astronomen und Astrologen Hermann de Werve, die jüdische Opernsängerin Sara Oppenheimer und den Dichter und Bürgermeister Eduard Wedekind. Weßels sieht in der Autorentätigkeit Gerd Rokahrs eine Sympathie für die Opfer und die Vergessenen. Im Jahr 1980 hatte Gerd Rokahr, früherer Kunsterzieher, Kunstschaffender und Chronist mit Wurzeln in der Bärenstadt, begonnen, sich als Autodidakt bestimmten geschichtlichen Themen seiner Heimatstadt anzunehmen. Um den Bürgern diese Geschichten und geschichtlichen Aufsätze, Beiträge über Personen und Persönlichkeiten in kompakter Form zu bewahren, hat der Bärenstädter diese Texte bearbeitet und in einem neuen Buch zusammengefasst und Themenbereiche mit neuen Einleitungen oder erläuternden Kommentaren versehen. „Auf diese Weise ist es dem Autoren gelungen, dem , Lesebuch‘ den Charakter einer Stadtchronik zu verleihen“, wertete Dr. Paul Weßels. Esens‘ Bürgermeisterin Karin Emken, die zur Buchvorstellung im Ahnensaal auch manche Unterstützer Rokahrs und die Stadtführer als Multiplikatoren der Stadtgeschichte begrüßt hatte, dankte dem 75-Jährigen für sein anhaltendes Engagement zur Erarbeitung der Lokalgeschichte. Rokahrs Werk „Eine Chronik der Stadt Esens“ sei seit 2010 ein unverzichtbares Nachschlagewerk. Bereits 1992 hätten Rat und Verwaltung das Wirken mit dem Silbernen Bären belohnt, der höchsten städtischen Auszeichnung.Dieses Lesebuch enthält für den historisch interessierten Leser Unterhaltsames und Wissenswertes, Erfreuliches und Erschütterndes. Es bietet eine reiche Themenauswahl und eine Vielzahl von Repros und Fotos.

 

Text und Foto: Detlef Kiesé, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zur Meldung: Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.
Foto: Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.