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Stadt Esens

Vorschaubild

Stadtdirektor Harald Hinrichs

Am Markt 2 - 4
26427 Esens

Telefon (04971) 206-0
Telefax (04971) 20666

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.stadt-esens.de neue Hauptdomain
Homepage: www.esens.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 08:00 bis 12:30 Uhr
Donnerstag: 08:00 bis 17:00 Uhr

Vorstellungsbild

Fläche: 21,68 km²
Einwohnerzahl: 7269

 

 

Stadt Esens - Dienstleistungs-, Einkaufs- und Tourismuszentrum.

 

 

Die Stadt Esens ist Dienstleistungs- und Einkaufszentrum. Zur Geschichte sei kurz erwähnt, dass die Stadt Esens unter der Herrschaft des Friesenhäuptlings Junker Balthasar die Stadtrechte im Jahre 1527 erhielt, jedoch schon 1310 urkundlich erwähnt wurde.

 

Als kleine, lebendige ehemalige Häuptlingsstadt verwöhnt Esens den Gast mit charmanter Extravaganz: Typisch ostfriesische Teezeremonien, diverse interessante Museen und andere Sehenswürdigkeiten (beispielsweise ein Tidebrunnen am Marktplatz) oder auch die schönen alten Gebäude in den Fußgängerzonen.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

                                            

Nur 4 km entfernt direkt an der Küste liegt das Nordseeheilbad Bensersiel mit seinem Sielhafen und ist seit dem Jahr 1859 der Fährhafen für die Insel Langeoog. In Bensersiel, als ein Ortsteil der Stadt Esens, findet der Gast neben kilometerlangem Sandstrand, Ebbe und Flut, Natur und Abenteuer, jede Menge Freizeiteinrichtungen:

  • Vital-Aktiv-Fitness-Center mit Angeboten für Einsteiger und Fortgeschrittene rund um die Bewegung, Ernährung und Entspannung

  • Meerwasserfreibad mit 80 m Superrutsche

  • Wattenhuus mit Seewasseraquarien und Pflanzen der Salzwiesen

  • buntes Animationsprogramm

  • Nordseetherme (subtropischer Badespaß mit 100 m Effektrutsche und einmaligem Saunavergnügen)

  • Campingplatz direkt am Meer

  • Abenteuerspielplatz

  • Vitalis (Kurmittelhaus mit modernsten medizinischen Einrichtungen)

  • maritimer Sport-Themen-Park mit Beachvolleyball-, Beachsoccer-, Basketball- und Tenniscourts sowie einer umfangreichen Skaterfläche

  • Surfen, Reiten, Biken, Joggen, Inline-Skaten

  • Sport auf und im Wasser

  • Fahrradfahren, Freischach, Minigolf, Wandern, Tischtennis, Angeln, Boßeln

  • Schiffsausflugsfahrten zu den Seehundsbänken oder zu den Inseln und vieles mehr

 

Hier findet wirklich jeder seine Lieblingsbeschäftigung.

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Aktuelle Meldungen

Halloween Esens, Freitag, den 25. Oktober 2019! Lange Einkaufsnacht bis 22:00 Uhr, Programm 17.00 Uhr bis 24.00 Uhr.

(23.08.2019)

Esens lädt erneut zum schaurig-schönen Gruselspektakel, dass jedem das Fürchten lehrt. Eine übersinnliche Welt voller unheimlicher Kreaturen eröffnet sich. Tausende von Besuchern werden auch in diesem Jahr wieder erwartet. Dutzende Hexen, Vampire sowie andere unheimliche Kreaturen werden sich ebenfalls unter das „normale“ Publikum mischen und für ein schauriges Straßenbild in der – Halloween-Hauptstadt Deutschlands sorgen. Walk-Acts, Künstler und musikalische Untermalung werden diese Nacht beleben und unvergessliche machen.

 

Ein Beispiel dafür ist die Walk-Act Truppe: die großen Black Shapes, magische Wesen mit verführerischer Anziehungskraft. Auf Stelzen schreiten sie elegant durch das Publikum und ziehen alle Anwesenden durch ihre Schönheit in den Bann. Ein Spektakel, was die Massen wie ein Meer bewegt.

 

Dazu gesellt sich ebenfalls das Wesen von Saeftinghe, eine menschlich wirkende amphibienartige Kreatur. Begleitet vom Rohrschneider Roderick Kuytaert, der es einst aufspürte, einfing und nun dabei ist es der ganzen Welt zu präsentieren.

Auf separaten Bühnen feiern die Akteure der Truppe „Spirit of Poison“ ihr Debut. In einer Show voller Pyro-und Feuertechnik, Groß-Illusion, aufwendiger Kostümierung und einem Horror Hasen, werden sie ihr Publikum im Atem halten.

 

Am frühen Abend werden bereits dann die Untoten aus ihren Gräbern emporsteigen und in einem großen Aufmarsch, dem Esenser Halloween-Walk, die Innenstadt übernehmen. Fürchtet euch vor der schlurfenden Horde!

 

Schaurig schöne letzte Ruhestätten: Der Süderwall verwandelt sich in einen Grusel-Friedhof zum Lachen.

 

Nicht ganz so furchterregend aber mit musikalischer Power geht es auf der Harlingerbühne zu, denn dort gibt die norddeutsche Band Coverdeal sich erneut die Ehre. Die 6 Vollblut Musiker werden von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr einen musikalischen Road Trip durch die Geschichte des Rock ‘n Roll zum Besten geben.

 

Wer sich in seiner Kostümierung fotografieren lassen möchte, ist beim Anzeiger für Horrorland genau richtig. Im Anzeiger Gebäude kann jeder Kostümierte sich von 18:30 Uhr bis 22:00 Uhr ablichten lassen und hat dabei auch die Möglichkeit etwas zu gewinnen. Die besten 5 Fotomodelle werden prämiert.

 

Text: Annika Folkerts

Foto: Georg Thewen

Mehr bissfeste Infos gibt es unter: www.halloween-esens.de

Foto zur Meldung: Halloween Esens, Freitag, den 25. Oktober 2019! Lange Einkaufsnacht bis 22:00 Uhr, Programm 17.00 Uhr bis 24.00 Uhr.
Foto: Halloween Esens

18. Oldtimertreffen, Sonntag, den 13. Oktober 2019, Neuwagenschau im Gewerbegebiet. Verkaufsoffener Sonntag von 12 Uhr bis 17 Uhr in Esens

(22.08.2019)

Die Esenser Innenstadt wird auch 2019 wieder zum Freiluftmuseum für historische Fahrzeuge aller Art. Von alten Motorrädern über markige Lanz Bulldogs bis hin zu liebevoll restaurierten Oldtimern ist alles vertreten.

 

Die Aktionsgemeinschaft Esens und Umgebung sowie die Stadt Esens erwarten bis zu 10 000 Besucher! Waren es in den Anfängen nur wenige Oldtimerfahrer, die den Weg nach Esens fanden, werden es seit Jahren immer mehr.

 

Am Sonntag, den 13. Oktober 2019, 9 Uhr,  ist es wieder so weit. Dann treffen sich rund 500 aus der Oldtimerfreunde Schrauber-Szene und Edelbastler mit ihren Fahrzeugen mit historischen Fahrzeugen aus neun Jahrzehnten. Das Anmeldebüro ist diesmal im Foyer des Rathauses, Marktplatz 2.

 

Betreut werden die Oldtimerfahrer, von denen sich bereits weit mehr als 200 angemeldet haben, von einem Team aus rund 70 Personen, von der Anmeldung, über die Einweisung bis hin zur Verköstigung und Ausgabe der bei Oldtimerfreunden begehrten Plaketten. Für viele ist der Termin in Esens daher so etwas wie ein „Familientreffen“. Die meisten kommen als Tagesgäste, doch immer mehr nutzen das letzte große Oldtimertreffen im Nordwesten vor der Winterpause für einen Kurzurlaub.

 

Eine Schau für sich ist die Ausstellung von historischen Traktoren in der südlichen Steinstraße und Vor dem Drostentor. Mehr als 80 waren es im vergangenen Jahr, in diesem Jahr sollen es noch mehr werden.

 

Doch nicht nur Oldtimerfreunde kommen am Sonntag, 13. Oktober, auf ihre Kosten. Autohändler aus der Region laden zu einer Neuwagenschau im Gewerbegebiet Esens Süd auf dem Gelände des Hagebaumarktes Hedlefs ein und präsentieren die neuesten Modelle diverser Hersteller.

 

Wer sich an den historischen Fahrzeugen aus neun Jahrzehnten satt gesehen hat oder eine Pause braucht, den lädt die Aktionsgemeinschaft Esens und Umgebung von 12 bis 17 Uhr zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein. „Die Esenser Geschäfte laden aus diesem Anlass zu vielen Aktionen wie Rabatt-Knobeln oder Shoppen zu Schnäppchenpreisen ein“, erklärt Markus Backenköhler für die AEU.

 

Mehr Informationen unter: www.oldtimertreffen-esens.de

 

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto: Adalbert Oldewurtel, Stadtmarketing Esens

Foto zur Meldung: 18. Oldtimertreffen, Sonntag, den 13. Oktober 2019, Neuwagenschau im Gewerbegebiet. Verkaufsoffener Sonntag von 12 Uhr bis 17 Uhr in Esens
Foto: 18. Oldtimertreffen, Sonntag, den 13. Oktober 2019, Neuwagenschau im Gewerbegebiet. Verkaufsoffener Sonntag von 12 Uhr bis 17 Uhr in Esens

Die REGION STÄRKEN und HEIMAT-SHOPPER werden!

(22.08.2019)

Die REGION STÄRKEN und

HEIMAT-SHOPPER werden!

DIE LEBENSQUALITÄT IN EINER STADT UND GEMEINDE BRAUCHT GESCHÄFTSLEBEN. DAS BLEIBT NUR DANN LEBENDIG UND ATTRAKTIV, WENN SIE ES DURCH IHREN EINKAUF UNTERSTÜTZEN UND FÖRDERN!

 

Liebe Kundinnen und Kunden,

wir begrüßen Sie recht herzlich in unserer schönen Bärenstadt, Ihrer Einkaufsstadt, wo immer was los ist! Sie sind „Heimat-Shopper! Unter diesem Motto möchten wir Sie auch zu zwei Veranstaltungen einladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Freitag, 6. September 2019

Marktplatz Esens . 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Kulinarischer Wochenmarkt

Probieren Sie bei den Marktbeschickern Ihre regionalen Leckerbissen!

Von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Die Geschäfte haben ganztägig geöffnet bis 20.00 Uhr.

Weinstand vom Weinkontor  und

Live Musik mit Helmut Bengen

 

Der Wochenmarkt am 7. September findet wie gewohnt statt.

 

Samstag, 14. September 2019

Marktplatz Esens . 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr

 

Marktfrühstück

Marktbeschicker und Kaufleute laden von 9.00 Uhr bis 11.30 Uhr zum Frühstück ein

Verzehrkarten (begrenztes Kontingent) für 3.00 Euro/Person erhalten Sie Rathaus, Am Markt 2, Zimmer 1 (Frau Emken), und in der „Kaffeebeere“ , Am Markt 9. Restkarten am 14. September 2019, ab 9.00 Uhr, in der „Kaffeebeere“.

Wochenmarkt bis 13.00 Uhr

 

Lesung von Helmut Janssen

aus seinem Buch „Een von Negen“

10.30 Uhr, im Restaurant Hopfenlaube, Am Markt 18

 

Informationsstand des Plattdeutschbeauftragten

 

[Plakat ]

Foto zur Meldung: Die REGION STÄRKEN und HEIMAT-SHOPPER werden!
Foto: Die REGION STÄRKEN und HEIMAT-SHOPPER werden!

Jugendparlament wird neu gewählt

(15.08.2019)

Das Jugendparlament Esens hat sich inzwischen als eine wichtige Institution in der Samtgemeinde Esens etabliert. Alle zwei Jahre ist es neu zu wählen. Die nächsten Neuwahlen finden in der Zeit vom 25.11. bis 29.11.2019 statt. Wählen und gewählt werden können Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren mit Wohnsitz in der Samtgemeinde Esens. Amtierende Mitglieder des Jugendparlaments und die Jugendpflege der Samtgemeinde werden in den nächsten Wochen für eine Beteiligung an der Wahl werben. Kandidatinnen und Kandidaten müssen sich bis zum

25. September 2019 gemeldet haben.

Infos über das aktuelle Jugendparlament gibt es im Internet unter www.jupa-esens.de.

Foto zur Meldung: Jugendparlament wird neu gewählt
Foto: Jugendparlament wird neu gewählt

PRESSEMITTEILUNG des Tourismusbetriebs Esens-Bensersiel 

(12.06.2019)

„Wenn Herr Buscher (Verdi) von netten Worten oder freundlichen Schreiben spricht, muss er sich auf andere Verhandlungen beziehen. Bei uns sind jedenfalls nur provokant formulierte und mit Vorwürfen bespickte Schreiben angekommen. Die Streikaufrufe enthalten zum Teil auch völlig falsche Darstellungen“, so Betriebsleiter Michael Schmitz und Stadtdirektor Harald Hinrichs für den Tourismusbetrieb Esens-Bensersiel.  
 
Die Mehrheit der jetzigen Mitarbeiter wurden zum Jahreswechsel 2013/14 vom Kurverein in den neu gegründeten städtischen Eigenbetrieb übernommen. Gleichzeitig wurde ein Haustarifvertrag abgeschlossen, der zum 01.01.2015 eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von etwa 15 % beinhaltete. Danach wurde der Tarifvertrag vom jetzigen Stadtdirektor gekündigt und die Gehälter aufgrund der dramatischen wirtschaftlichen Situation „eingefroren“. Mit den jetzigen Streiks verbindet Verdi die Hoffnung, dass der Tarifvertrag wieder in Kraft gesetzt wird und die Gehälter sich nach dem öffentlichen Dienst orientieren. Dies würde wiederum eine Erhöhung von mehr als 12 % bedeuten. Insgesamt sprechen wir also von einer geforderten Gehaltserhöhung von ca. 29% pro Mitarbeiter*in innerhalb von nicht einmal 5 Jahren. Außerdem wird eine Einmalzahlung erwartet, die etwa 10% der Personalkosten ausmacht. Unter „konstruktiven Lösungsvorschlägen“  versteht Verdi, die Erhöhung in mehreren Schritten – z.B. innerhalb von drei Jahren – zu vollziehen. Das ist bei der erdrückenden Schuldenlast (11 Mio. Euro) und einer Kontoüberziehung von 1,3 Mio. Euro nicht darstellbar. Es ist nicht erkennbar, wie zusätzliche Personalkosten in Höhe 400.000 Euro finanziert werden sollen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die prekäre wirtschaftliche Situation des Betriebes insgesamt ignoriert wird. 
 
Der von Verdi behauptete massive Stellenabbau in der Vergangenheit hat nicht stattgefunden. Mit Ausnahme des Therapiezentrums, das mit dem vorhandenen Personal einem privaten Betreiber übertragen worden ist, hat es keine Kündigungen gegeben. Vielmehr haben Gremien und Geschäftsführung bisher den Erhalt möglichst aller Arbeitsplätze bei allen organisatorischen Entscheidungen immer als wichtige Leitlinie im Blick gehabt. Wenn auch dies von Verdi ignoriert wird und als mangelnde Wertschätzung und Respekt dargestellt wird, muss man sich über entsprechende Reaktionen nicht wundern. 
 
„Herrn Buscher als Verdi-Gewerkschaftssekretär steht die selbst formulierte Opferrolle nicht zu. Wer zudem arbeitswillige Mitarbeiter massiv unter Druck setzt, scheidet für uns als Gesprächspartner definitiv aus. Sein unverantwortliches Handeln schadet den Interessen der Mitarbeiter*innen“, so Schmitz und Hinrichs. 
 
Esens, 12. Juni 2019 
 
Michael Schmitz, Betriebsleiter

Harald Hinrichs, Stadtdirektor 
 

Der „Silberne Bär“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, geht 2019 an das Ehepaar Schöneck.

(15.01.2019)

Zusammen dienen sie mehr als 100 Jahre dem humanitären Dienst: schützen und helfen, wo menschliches Leid zu lindern ist.

Die Theodor- Thomas-Halle war am Sonntag, den 13. Januar2019, fast voll besetzt, als Bürgermeisterin Karin Emken die Bürger und Gäste im Namen von Rat und Verwaltung zum Neujahrsempfang der Stadt Esens willkommen hieß. Höhepunkt war neben dem traditionellen Rück- und Ausblick die Verleihung des „Silbernen Bären“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, die sich durch ihr Engagement zum Wohle der Menschen in Esens-Bensersiel in herausragender Weise auszeichnen. In diesem Jahr geht der „Silberne Bär“ an Gerda und Werner Schöneck.

Sie, eine gelernte Damenschneiderin, wurde 1950 in Wittmund geboren, als eines von sechs Geschwistern. „Schon mit 13 Jahren begann sie sich ehrenamtlich zu engagieren und blieb diesem Engagement bis heute treu“, ließ die Bürgermeisterin die Zuhörer wissen. Er, aus Baden-Württemberg stammend, wurde Instrumentenbauer, ein Beruf, der Handwerk und Musik verbindet, und begann ebenfalls mit 13 Jahren, sich zu engagieren. „Damals in der DLRG“, so Emken. Die Bundeswehrzeit verschlug ihn zum Jagdgeschwader 71 Richthofen. Während dieser Zeit lernten sich die zu Ehrenden in der Gaststätte Aden kennen und lieben. Ostwestfalen oder Ostfriesland, das war mit der Heirat die Frage. Sein Beruf war für Ostfriesland zu speziell. 1969 wurde in Esens eine Stelle ausgeschrieben, die ihn aufgrund seiner DLRG-Tätigkeit ansprach. Er bekam die Stelle und hielt ihr bis zu seinem Ruhestand 2010 die Treue. 1969 folgte also der Umzug nach Esens, 1981 der Bau eines Eigenheims. „Seither sind sie ,echte‘ Esenser“, betonte die Bürgermeisterin in ihrer Laudatio. Sie teilen gemeinsam ihre Hobbys: Musik, Reisen, Camping. Den größten Raum aber nehme ihr Engagement ein, dem sie seit Jahrzehnten beständig, verlässlich und treu dienen. „Sie helfen, um zu helfen“, so Emken. Sie seit 55, er seit 48 Jahren verkörpern das Deutsche Rote Kreuz, das DRK Esens.

Spätestens jetzt dämmerte es auch dem letzten Zuhörer: „Wir ehren heute das Ehepaar Gerda und Werner Schöneck“, ließ Karin Emken die Katze unter tosendem Beifall aller Anwesenden aus dem Sack.

Er war mehr als 40 Jahre beim Kurverein, früher „Bade- und Verkehrsverein“ für die Bäder – zuerst das große Schwimmbad, dann für das Wellenbad und zuletzt für die Nordseetherme – zuständig. Als Musikinstrumentenbauer blieb er zwar nicht seinem Beruf, wohl aber der Musik treu. Seit über 30 Jahren spielt Werner Schöneck im Blasorchester Harlingerland die Posaune. Als leidenschaftlicher Amateurfunker, ein weiteres Hobby, hält er weltweit Kontakt. Dieses Hobby teilt er mit seiner Frau Gerda. „Gemeinsam aber haben sie sich ganz dem Dienst beim DRK verschrieben. Beide absolvierten unzählige Lehrgänge, sind Sprechfunker, Gruppenführer, haben jahrzehntelang die Blutspendetermine mit vorbereitet und begleitet. „Wir sehen sie beim Schützenfest, bei Theateraufführungen, bei sonstigen Großveranstaltungen, beim Rettungstag, und natürlich sind sie zur Stelle bei Notfällen, Unfällen und im Einsatz bei Bränden, so auch am 1. Januar beim Brand der Dreifachturnhalle“, listet die Bürgermeisterin auf.

Werner Schöneck nimmt darüber hinaus vielfältige Leitungsaufgaben wahr. So hat er unter anderem die Esenser Bereitschaft elf Jahre lang erfolgreich geführt. Auch auf Kreisverbandsebene hält er besondere Funktionen inne und ist dort Mitglied des Präsidiums. Dreimal begleitete er Hilfstransporte nach Russland beziehungsweise in die Ukraine.

Beide sind Urgesteine des DRK. Sie leben die sieben Rotkreuzgrundsätze: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. „Diese Grundsätze sind Teil ihrer Persönlichkeiten geworden – im besten Sinne“, lobte Karin Emken. – „Halbe Sachen gibt es nicht!“ Das ist das Lebensmotto von Gerda und Werner Schöneck.

Text und Foto: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt.

Foto zur Meldung: Der „Silberne Bär“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, geht 2019 an das Ehepaar Schöneck.
Foto: Der „Silberne Bär“ als höchste Auszeichnung, welche die Stadt Esens an Personen verleiht, geht 2019 an das Ehepaar Schöneck.

„Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt

(15.01.2019)

Esens sei eine sehr glückliche Stadt, erklärte Bürgermeisterin Karin Emken, verbunden mit einem großen Dank an die Feuerwehren, am Sonntag, den 13. Januar 2019, zu Beginn ihrer Neujahrsansprache in der fast voll besetzten Theodor-Thomas-Halle. „Das unverzichtbare Netz von Aktiven, die sich bei uns in den Dienst des Gemeinwohls stellen, ist außergewöhnlich und funktioniert ausgezeichnet.“ Von den großen Vereinigungen wie Feuerwehr, DRK, DLRG, Polizei, den Vereinen TuS, Heimatverein, Landfrauen, Angelvereinen, Seglern, Kurverein, KBVs und „natürlich unserer Schützenkompagnie“, bei den Geschäftstreibenden AEU, Bensersiel aktiv, IG Stein- und Butterstraße bis zu den sozialen, kulturellen, politischen, kirchlichen Einrichtungen, der Jugend- und Elternarbeit in Schulen und Kindertagesstätten, der Flüchtlingshilfe, Fördervereinen, Nachbarschaftshilfe und Besuchsdiensten im täglichen Miteinander. „Wir alle sind vernetzt“, so Karin Emken. „Typisch Esens!“ erkläre Landrat Holger Heymann dazu häufiger. Die Bürgermeisterin nehme das als Kompliment, erklärte sie vor Esenser Bürgern und Gästen, darunter MdL Jochen Beekhuis, Landrat Holger Heymann, Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs, Ehrenbürger Klaus Wilbers, der stellvertretende Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ Sebastian Fiedler und viele mehr.

Das Eingebunden-Sein in dieses Netzwerk gebe Sicherheit, Sicherheit, um flexibel handeln zu können. Denn nichts sei so beständig wie der Wandel. Das sei die Identität der Esenser, das Motto der Esenser Geschichte und Tradition. Und es sei auch das Motto der Schützencompagnie: Altes erhalten, Neues gestalten.

Vor diesem Hintergrund habe der Rat im vergangenen Jahr wichtige Beschlüsse gefasst: Nach 59 Jahren habe Esens ihre Stadtwerke an den OOWV übertragen und somit einen zuverlässigen Partner, der auch in Zukunft die hohe Qualität des Trinkwassers garantieren kann, an ihrer Seite. „Der Verkaufserlös soll nach dem Willen des Rates in die Erneuerung der Oberflächenentwässerung investiert werden.“, so Emken. Nach umfangreichen Planungen soll damit im Bereich Süderwall/Molkereistraße begonnen werden.

 

Parallel plane der OOWV die Erweiterung der Kläranlage, so dass künftig neue Baugebiete darüber erschlossen werden können.

 

Zur Bodenvorratshaltung erklärte die Bürgermeisterin, dass einigen Bauwilligen nun endlich in diesem Jahr im neuen Baugebiet an der Hartwarder Straße Bauplätze angeboten werden können. „Zeitgleich werden wir die Planungen für den Bereich ,Armenland‘ forcieren. Dort gehen wir von 40 bis 50 Baugrundstücken aus“, so die Bürgermeisterin. Da die Nachfrage nach Baugrund in Esens ungebrochen hoch sei, würden auch Gespräche mit weiteren Grundbesitzern geführt. Darüber hinaus sei auch die Investitionsbereitschaft im privaten Bausektor erfreulich rege.

 

Zum Dorfentwicklungsprogramm berichtete Karin Emken, dass die Stadt im September einen Antrag zur Umgestaltung des Kurparks in Bensersiel gestellt habe und nun auf Berücksichtigung hoffe, damit man in die Umsetzung einsteigen könne. „Gleichzeitig werden wir mit den Bensersielern einen zweiten Antrag vorbereiten. Geplant ist eine Umwandlung vom Kur- zum Bürgerpark.“

 

Ein Dauerthema für Bensersiel und Esens bleibe die Kommunale Entlastungsstraße. Nach Zustimmung des Rates und der Veröffentlichung im Amtsblatt sei der neue Bebauungsplan in Kraft getreten. Das bedeute jedoch nicht, dass die Straße damit gesichert wäre. Es bestehe eine erneute Klagefrist von einem Jahr und „leider muss die Straße auch bis auf Weiteres gesperrt bleiben, da wir nicht Eigentümer aller benötigten Flächen sind.“ Wer bisher noch Zweifel habe, ob die Entlastungsstraße wirklich gebraucht werde, hätte sich in der Hauptsaison nur kurz in Bensersiel aufhalten müssen, um zu erkennen, dass es ohne sie auf keinen Fall funktioniere. „Sie ist unerlässlich für die touristische Entwicklung Bensersiels. Sie ist unerlässlich für die Stadt und die Region, denn wir alle leben unmittelbar oder mittelbar vom Tourismus“, betonte Karin Emken.

 

Trotz dieser Situation hatten Bensersiel und Esens aus touristischer Sicht aufgrund des Wetters ein fantastisches Jahr. „Höchstwahrscheinlich erreichen wir die, Schwarze Null‘, die wir erst in zwei bis drei Jahren eingeplant hatten.“ Dafür dankte Karin Emken, auch im Namen des Rates, dem Geschäftsführer der Tourismus GmbH Michael Schmitz und Team.

 

Text und Foto: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zur Meldung: „Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt
Foto: „Typisch Esens“ – Alle sind miteinander vernetzt

Stadt Esens jetzt Mitglied der Solidargemeinschaft OOWV Unterschriften besiegeln Verkauf der Stadtwerke

(14.03.2018)

Am 13. März 2018 war ein besonderer Tag für die Stadt Esens und den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Anlass war der Verkauf der Stadtwerke an den Wasserversorger für 3,3 Millionen Euro.

 

„Dies ist ein sehr emotionales Thema“, sagte Bürgermeisterin Karin Emken. Bereits seit 1959 werde die Stadt durch den OOWV mit Trinkwasser versorgt. Jetzt – nach einstimmigen Beschlüssen in den Gremien – übergebe sie die Stadtwerke an den OOWV als hochkompetenten Partner und Betreiber, so die Bürgermeisterin.

 

Zur Vertragsunterzeichnung hieß sie Verbandsvorsteher Sven Ambrosy, die Geschäftsführer Karsten Specht und Peter Kaufmann, Regionalleiter Christoph Kraft sowie Bereichsleiter Claus Barwig im Rathaus willkommen.

 

Wasser sei das wichtigste Lebensmittel und höchste Gut des Menschen. Um gleiche Lebensbedingungen für Stadt und Land zu schaffen, sei der OOWV als Solidargemeinschaft gegründet worden. „Er ist eine kommunale Institution. Die Kommunen bestimmen den Weg des OOWV mit“, erklärte Ambrosy. Der Verband garantiere einen günstigen Preis. Das sei ein Standortfaktor für Haushalte und produzierende Betriebe.

 

Durch den Verkauf der Stadtwerke ist die Stadt Esens nun jüngstes Mitglied des Verbandes. Für den OOWV im 70. Jahr seines Bestehens sei das ein besonderes Geschenk.

 

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Burg-Modell zum Anfassen Lions-Club Esens-Nordsee stiftet Bronzearbeit für die Stadt

(12.03.2018)

Großer Andrang herrschte am Sonnabend nahe des Münzdenkmals in der Esenser Steinstraße. Anlass war die Vorstellung und Übergabe eines Bronzemodells der Esenser Burg durch den Lions-Club Esens-Nordsee. Dazu begrüßte dessen Präsident Keno Appelkamp neben zahlreichen Lions-Freunden Bürgermeisterin Karin Emken und Stadtdirektor Harald Hinrichs sowie Stadträte und Verwaltung. „Wir sind stolz und freuen uns, der Stadt Esens heute ein Bronzemodell der Burg übergeben zu können“, betonte Appelkamp.

„Lions international“ feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dazu wurden die lokalen Clubs aufgefordert, Aktivitäten vor Ort zu entwickeln, mit denen sie ihre Existenz in der Heimatgemeinde dokumentieren. Der Lions-Club Esens-Nordsee wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Die Diskussion im Club habe dazu geführt, beide Ereignisse zusammen zu nehmen und für die Stadt Esens etwas Besonderes zu schaffen.

Die Details erläuterte Axel Heinze: Esens hatte im Mittelalter seit dem 15. Jahrhundert als Häuptlingssitz eine Burganlage im Südosten der Stadt. Nach dem Übergang auf Preußen wurde sie im Jahr 1755 abgebrochen. Die Flächen erwarb Stadtbaumeister Anton Esen, der darauf eine Art Villenviertel entwickelte. Der ehemalige Bürgermeister Willi Ebrecht hatte sich während des Projektes „Als Friesen Preußen waren“ beim preußischen König über den Abriss beschwert, da die Stadt um eine bedeutende touristische Attraktion beraubt worden war. Aber zu diesem Zeitpunkt war nicht mehr viel bekannt über die Burg.

Das änderte sich durch Rudolf Schaper. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums „Leben am Meer“ hat er sich mehr als 20 Jahre der Aufgabe gewidmet, die Burganlage zu rekonstruieren. Den Durchbruch brachte ein Aktenfund im Archiv „Preußischer Kulturbesitz Berlin“, der im Anzeiger für Harlingerland veröffentlicht wurde. Daraus erwuchsen ein digitales Modell und eine Ausstellung im Museum. Der Lions-Club entschied sich, von der Glocken- und Kunstgussmanufaktur Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher ein Bronzemodell fertigen zu lassen. Die Stadt hat den Sockel gestiftet, der Bauhof hat ihn sorgfältig erstellt.

Dafür dankte Bürgermeisterin Karin Emken: „Ihr habt uns ein Stück Stadtgeschichte zurückgegeben.“

Text: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.

(15.01.2018)

Nach mehr als 20 000 verteilten Teddys in 2017 ist die Stiftung am Sitz in Esens ins Jubiläumsjahr gestartet. Dankesschreiben und Bilder von Kindern belegen, wie wichtig ein Tröstebär für Kinder in Not sein kann. „Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 mit mehr als 20 000 verteilten Teddybären an Kinder in Notlagen deutschlandweit starten wir heute in das Jubiläumsjahr 2018.“ Das erklärte der Vorsitzende der Deutschen Teddy-Stiftung mit Sitz in Esens gestern in einem gemeinsamen Pressegespräch des Vorstandes und Beirates im Rathaus Esens.

 

Vor 20 Jahren, am 28. September, wurde die Deutsche Teddy-Stiftung „Good Bears of the World“ im Ahnensaal des Rathauses in Esens mit dem Ziel gegründet, Kinder in den verschiedensten Notlagen mit einem Teddybären zu trösten. Um dieses Vorhaben dauerhaft zu etablieren, habe man gleich eine Stiftung gegründet und nicht einen Verein, betonte Vorsitzender Franz Andratzke. Esens wurde als Sitz der Deutschen Teddy-Stiftung gewählt, weil die „Bärenstadt Esens“ einen Bären im Wappen trägt, der sagenumwoben ist. Es sollte auch ein besonderer Reiz für die Stiftungsgründer sein, „aus der Provinz“ heraus ein Projekt zu starten, das deutschlandweite Bedeutung hat.

 

Die Resonanz in den vergangenen 20 Jahren habe den Stiftungsgründern recht gegeben. „Mit der Verteilung von insgesamt fast 260 000 Tröstebären in ganz Deutschland wurde Esens-Bensersiel auch als Tourismusstandort nochmals bekannter“, so Franz Andratzke.

Für das gestern offiziell gestartete Jubiläumsjahr wurde eine besondere Schirmherrin gefunden: Christiane Lafeld aus Hamburg. Sie ist die Vorsitzende des Governorrates Multidistrikt 111-Deutschland und vertritt damit alle deutschen Lions-Clubs international. In Ihrem Grußwort schreibt Sie: „Jeder Mensch benötigt ab und zu Trost. Gerade für Kinder ist es wichtig, schwierige Situationen zu überwinden und wieder Glück, Freude und Dankbarkeit zu verspüren. Die Deutsche Teddy-Stiftung trägt mit ihrer Arbeit seit 20 Jahren dazu bei. Ich freue mich daher sehr, in ihrem Jubiläumsjahr die Arbeit der Deutschen Teddy-Stiftung unterstützen zu können.“

 

Unterstützung im vergangenen Jahr kam auch von anderer Seite: durch die Fotoaktion des Esensers Detlev Schilling und die daran anknüpfende gemeinsame Weihnachts-Spendenaktion des Anzeigers für Harlingerland und des Jeverschen Wochenblattes. „Dies war für die Deutsche Teddy-Stftung die größte und erfolgreichste Unterstützungsaktion seit der Gründung und ist somit beispielhaft und einzigartig“, erklärte Beiratsvorsitzender Carsten Rinne.

 

„Die Fotos von Detlev Schilling der Prominenten mit einem Teddy aus Esens und die Weihnachtsaktion hätten die Deutsche Teddy-Stiftung bundesweit noch bekannter gemacht und auch den Wert der ehrenamtlichen Arbeit des Vorstandes und Beirates für Kinder in Not in unserer Region verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gebracht“, dankte Franz Andratzke.

 

Im Dezember hätten längst nicht mehr alle aus dem Geschäftsjahr 2017 stammenden Teddys an Polizei und Hilfsorganisationen ausgegeben werden können. Die letzten 3000 sollen jetzt verteilt werden. „Insgesamt 600 Teddybären werden am 25. Januar in Schleiz/Thüringen an die Feuerwehren und Rettungsdienste übergeben, weitere 1800 am 29. Januar im Beisein des Innenministers Karl-Heinz Schröter in Brandenburg sowie nochmals 1000 Teddys mit Stephan ,Hösti‘ Höstermann am 17. Februar an alle Rettungsdienste und Feuerwehren im Bereich Lünen, Selm und Bork. Und so geht es in diesem Jahr Monat für Monat weiter“, so Franz Andratzke.

 

Wie wichtig ein Teddy für Kinder sein kann, das sei zu Silvester deutlich geworden. Der sechsjährige Fynn aus Aurich hatte seinen Freund verloren, auf einer Ratsstätte in Langwedel. Vater Kilian de Vries erinnerte sich an die Polizeistation in der Nähe und gab eine Vermisstenanzeige auf. Zur Reaktion und zum Ausgang dieser Geschichte gibt es ein Video. Und auch die „Bild“ hat berichtet.

 

Für die Stadt Esens lobte Bürgermeisterin Karin Emken das Engagement der Stiftung. Sie sei ein Aushängeschild für die Stadt.

 

Text und Foto: Klaus Händel Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zur Meldung: Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.
Foto: Vor 20 Jahren wurde die Deutsche Teddy-Stiftung im Ahnensaal des Esenser Rathauses gegründet.

Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.

(04.12.2017)

Lesebuch enthält Geschichtliches und Persönlichkeiten aus der 37-jährigen Schaffensperiode des Autoren. Die Intention Gerd Rokahrs war es nicht, die große und umfassende Geschichte der Stadt Esens aufzuschreiben. „Vielmehr ging es dem Autoren um die wirkungsvolle Zusammenstellung der Puzzleteile, die er selber dazu beigetragen hat“, erklärte Dr. Paul Weßels, Leiter der Landschaftsbibliothek in Aurich, während der Präsentation einer neuen Publikation mit dem Titel „Esens – Ein Lesebuch“. Es handele sich um einen schönen und äußerst wertvollen Beitrag zur Lokalhistorie. In seiner neuesten Publikation, das die Stadt Esens herausgab und das von der Sparkassenstiftung Harlingerland gefördert wurde, hat Rokahr Geschichten und Geschichtliches, Personen und Persönlichkeiten aus dem Ort zusammengetragen – Aufsätze, die seit 1980 in den unterschiedlichsten Publikationen erschienen sind, jetzt aber in einen chronologischen Zusammenhang gebracht wurden. Das „Esenser Lesebuch“ spiegelt in 16 Kapiteln und 48 Abschnitten das facettenreiche Geschehen vom Mittelalter bis an die Schwelle zur Gegenwart anhand ausgewählter Texte wider. Gerd Rokahr liefert Schlaglichter in die Häuptlings und die Rietberger Zeit, schildert das Wachsen der Bärenstadt im 19. Jahrhundert und legt einen Schwerpunkt auf die unheilvolle NS-Zeit, auf die Folgen des Weltkriegs, das Marinelager Sterbur und die Kriegsgefangenen. Anhand der Ära Stadtdirektor Ewald Neemanns beschreibt der Chronist die Jahre des Wiederaufbaus. Dr. Paul Weßels, der den vielfach talentierten Esenser ebenso als herausragenden und vielseitigen Künstler mit einem subtilen Humor beschrieb, bezeichnete Rokahr als ernstzunehmenden Forscher lokaler Geschichte, der sich schwerpunktmäßig der Geschichte der Juden und der NS-Zeit, aber auch biografischer Skizzen angenommen habe. Gerade sein Engagement, sich drängenden Themen anzunehmen, die bisher aus seiner Sicht nicht ausreichend gewürdigt wurden, sei lobenswert. Hier nannte der Bibliotheksleiter Esenser Persönlichkeiten wie den Astronomen und Astrologen Hermann de Werve, die jüdische Opernsängerin Sara Oppenheimer und den Dichter und Bürgermeister Eduard Wedekind. Weßels sieht in der Autorentätigkeit Gerd Rokahrs eine Sympathie für die Opfer und die Vergessenen. Im Jahr 1980 hatte Gerd Rokahr, früherer Kunsterzieher, Kunstschaffender und Chronist mit Wurzeln in der Bärenstadt, begonnen, sich als Autodidakt bestimmten geschichtlichen Themen seiner Heimatstadt anzunehmen. Um den Bürgern diese Geschichten und geschichtlichen Aufsätze, Beiträge über Personen und Persönlichkeiten in kompakter Form zu bewahren, hat der Bärenstädter diese Texte bearbeitet und in einem neuen Buch zusammengefasst und Themenbereiche mit neuen Einleitungen oder erläuternden Kommentaren versehen. „Auf diese Weise ist es dem Autoren gelungen, dem , Lesebuch‘ den Charakter einer Stadtchronik zu verleihen“, wertete Dr. Paul Weßels. Esens‘ Bürgermeisterin Karin Emken, die zur Buchvorstellung im Ahnensaal auch manche Unterstützer Rokahrs und die Stadtführer als Multiplikatoren der Stadtgeschichte begrüßt hatte, dankte dem 75-Jährigen für sein anhaltendes Engagement zur Erarbeitung der Lokalgeschichte. Rokahrs Werk „Eine Chronik der Stadt Esens“ sei seit 2010 ein unverzichtbares Nachschlagewerk. Bereits 1992 hätten Rat und Verwaltung das Wirken mit dem Silbernen Bären belohnt, der höchsten städtischen Auszeichnung.Dieses Lesebuch enthält für den historisch interessierten Leser Unterhaltsames und Wissenswertes, Erfreuliches und Erschütterndes. Es bietet eine reiche Themenauswahl und eine Vielzahl von Repros und Fotos.

 

Text und Foto: Detlef Kiesé, Anzeiger für Harlingerland, Ostfriesisches Tageblatt

Foto zur Meldung: Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.
Foto: Stadt Esens gibt Anthologie mit ausgewählten Beiträgen von Gerd Rokahr heraus.